AG „Empirische Studien”
Die „Zwanzigeins-Hypothese“ wird in der Grundschuldidaktik bislang unzureichend beachtet. Diese Hypothese besagt, dass die verdrehte Zahlensprechweise im Deutschen zu Leistungsdefiziten bei Grundschulkindern in Mathematik führt und die zusätzliche Verwendung einer stellenwertgerechten Sprechweise diese Defizite verringern kann. So wird eingewandt, dass unklar sei, ob überhaupt und falls ja, in welchem Umfang die traditionell-verdrehte deutsche Sprechweise ein Hindernis für Grundschulkinder darstelle, sich den Zahlbegriff und elementare mathematische Rechenverfahren anzueignen und ob die zusätzliche Verwendung einer stellenwertgerechten Sprechweise nicht eher zu Verwirrungen und weiteren Leistungseinbrüchen führe, falls überhaupt ein nennenswerter Effekt feststellbar sein sollte. Um diesem Argument zu begegnen, möchte die AG wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen und diskutieren, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen.
Hierzu sollen Studien mit der Zwanzigeins-App (https://zwanzigeins.jetzt/app/index.html, auch z.B. im App Store verfügbar) durchgeführt und publiziert werden. Wichtige Ergebnisse liegen bereits vor. Ferner wurde von der AG eine zusammenfassende sekundäre Auswertung einiger älterer mit stellenwertgerechter Sprechweise durchgeführter Schulversuche erstellt. Zu beiden Themen siehe Details in Zwanzigeins – Unterrichtsversuche.
Die AG verfolgt das Ziel, die „Zwanzigeins-Hypothese“ in die Diskussionen mit Pädagogen und Politikern überzeugender einzubringen, abgestützt auf publizierte wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe steht allen Vereinsmitgliedern offen. Bei Interesse bitte Meldung an den Vorsitzenden (peter.morfeld@zwanzigeins.jetzt).