Unterrichtsversuche

Der Verein stellt Datenmaterial aus Schulversuchen zusammen, um wissenschaftlich zu untersuchen, ob es überzeugende empirische Belege für Leistungsdefizite bei Grundschülern in Mathematik gibt, die mit der verdrehten Zahlenaussprache im Deutschen einhergehen („Zwanzigeins-Hypothese“). Es sollen hierzu alle erreichbaren Daten von Schulversuchen eingeschlossen und statistisch einheitlich analysiert werden, in denen sowohl eine stellenwertgerechte als auch die übliche verdrehte Zahlenaussprache verwendet wurden.

Drei empirisch-pädagogische Studien, in denen die Fehlerhäufigkeit unter Schülern oder Studenten bei stellenwertgerechter und verdrehter Aussprache der Zahlen verglichen wurden, können in diese sekundäre Analyse einbezogen werden: Schellenberger 1953, Zehner 1955 und Ammareller 2006. Es ist beabsichtigt, zu diesem Projekt sowohl einen Bericht für die Vereins-Website als auch eine wissenschaftliche Publikation zu verfassen.

Literatur

Ammareller MK (2006) Die nicht-invertierte Zahlensprechweise im arithmetischen Anfangsunterricht am Beispiel der Waldschule Bochum. Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt Primarstufe, Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln

Schellenberger M (1953) Zahlwort und Schriftbild der Zahl, VEB Bilbliographisches Institut, Leipzig

Zehner (1955) Das invertierte Zahlensprechen als pädagogisch-psychologisches Problem. Habilitationsschrift, Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der Technischen Hochschule Dresden