AG „Empirische Studien”

Leitung: Peter Morfeld

Die „Zwanzigeins-Hypothese“ wird in der Grundschuldidaktik bislang wenig beachtet (diese Hypothese besagt, dass die verdrehte Zahlenaussprache im Deutschen zu Leistungsdefiziten bei Grundschülern in Mathematik führt). So wird eingewandt, dass unklar sei, ob und falls ja, in welchem Umfang die verdrehte deutsche Zahlenaussprache ein nennenswertes Hindernis für Grundschulkinder darstellt, sich den Zahlbegriff und elementare mathematische Rechenverfahren anzueignen. Um diesem Argument zu begegnen, möchte die AG wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenstellen und diskutieren, die Hinweise auf einen Einfluss der verdrehten Zahlenaussprache auf die Mathematikkompetenz von Grundschulkindern geben. Hierzu soll eine Kontaktaufnahme zu den Studienleitungen von interessierenden pädagogischen Untersuchungen (TIMSS: https://zwanzigeins.jetzt/projekte/timss, IQB: https://zwanzigeins.jetzt/infos/iqb-bildungstrend-2016) sowie psychologischen Untersuchungen erfolgen (siehe z.B. Walisisch, Tamil, Chinesisch vs. Englisch). Ferner soll eine zusammenfassende sekundäre Auswertung einiger bereits mit stellenwertgerechter Aussprache durchgeführter Schulversuche stattfinden (vgl. https://zwanzigeins.jetzt/projekte/unterrichtsversuche). Zu den Ergebnissen soll ein Bericht erstellt, auf der Homepage unseres Vereins und ggf. wissenschaftlich veröffentlicht werden.

Einige Kontaktaufnahmen zu Studienleitungen sind bereits erfolgt, siehe die aktualisierten Darstellungen zu der internationalen Vergleichsuntersuchung TIMSS (https://zwanzigeins.jetzt/projekte/timss) und zu den Forschungsarbeiten an der Universität Oxford (Walisisch, Tamil, Chinesisch vs. Englisch).

Die AG verfolgt das Ziel, die „Zwanzigeins-Hypothese“ in die Diskussionen mit Pädagogen und Politikern überzeugender einzubringen, abgestützt auf publizierte wissenschaftliche Erkenntnisse.

Die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe steht allen Vereinsmitgliedern offen. Bei Interesse bitte Meldungen an den Vorsitzenden (peter.morfeld@rub.de).